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WierPro: Die Bio-Protein-Werkstatt in Wiernsheim

Vom regionalen Feld bis in Küche und Kantine: WierPro baut in Wiernsheim eine Verarbeitungs- und Bildungsstätte für proteinreiche Pflanzen aus der Region auf.

Die Fakten zum Projekt

Ort

Wiernsheim im Enzkreis

Laufzeit

März 2026 bis Februar 2028 

Projektakteur

Gemeinde Wiernsheim

Förderung

RegioKost im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung – BULEplus

Warum WierPro

Vom regionalen Anbau zur regionalen Versorgung

Eine gesunde und nachhaltige Ernährung setzt auf weniger tierische und mehr pflanzliche Lebensmittel. Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Ackerbohnen, Kichererbsen und Lupinen liefern hochwertiges Eiweiß, benötigen vergleichsweise wenig Fläche und tragen zu mehr Vielfalt auf Feldern und Tellern bei.

Gleichzeitig gewinnen Kulturpflanzen an Bedeutung, die mit zunehmender Hitze, Trockenheit und anderen Folgen des Klimawandels besser zurechtkommen. Rund um Wiernsheim treffen dafür gute Voraussetzungen zusammen: Erfahrungen mit Nischenkulturen, geeignete Standortbedingungen und ein sehr hoher Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen.

Doch regionaler Anbau allein reicht nicht aus. Damit proteinreiche Pflanzen regelmäßig in Kantinen, Gastronomie und privaten Küchen eingesetzt werden können, braucht es küchenfertige Produkte, passende Mengen, abgestimmte Verarbeitung und verlässliche Lieferwege.

Genau hier setzt WierPro an. Das Projekt verfolgt das Ziel, ein selbstständiges Verarbeitungs- und Bildungszentrum aufzubauen, das regionale Erzeugung, Bündelung, Verarbeitung und Küchenpraxis miteinander verbindet.

So sollen pflanzliche Alternativen leichter verfügbar, landwirtschaftliche Betriebe gestärkt und neue Perspektiven für eine klimafreundliche Ernährung geschaffen werden.

WierPro schafft die Verbindung zwischen klimaangepasstem Anbau, regionaler Verarbeitung und einer verlässlichen Versorgung der Küchen. 

So funktioniert WierPro

Vom regionalen Feld über die Proteinwerkstatt bis in die Küche

WierPro verbindet die einzelnen Stationen einer regionalen Wertschöpfungskette. Regionale Proteinpflanzen werden gebündelt, küchennah verarbeitet und so vorbereitet, dass sie sich leichter in der Außer-Haus-Verpflegung, Gastronomie und in privaten Haushalten einsetzen lassen. 

Anbau mit Zukunft

Regionale Bio-Betriebe bauen Hülsenfrüchte, Hirse und weitere proteinreiche Pflanzen an. Klimaangepasste Kulturen schaffen mehr Vielfalt und neue Perspektiven für die Landwirtschaft.

Bündeln und verarbeiten

WierPro bündelt die regionalen Erzeugnisse und bereitet sie küchennah auf. Passende Gebinde sowie abgestimmte Lager- und Lieferwege machen sie zuverlässig verfügbar.

Regionale Versorgung

Kantinen, Großküchen und Gastronomie erhalten regionale Proteinprodukte in praxistauglichen Mengen und Verarbeitungsformen. So lassen sich pflanzliche Gerichte leichter in den Küchenalltag integrieren.

Was in der Proteinwerkstatt zusammen kommt

Bausteine für eine regionale Versorgung

WierPro ist mehr als eine Verarbeitungsküche. Das Projekt verbindet Verarbeitung, Bündelung, Produktentwicklung, Logistik, Bildung und Küchenpraxis. Daraus soll langfristig eine selbstständige Struktur entstehen, die regionale Proteinpflanzen vom Feld bis in die Außer-Haus-Verpflegung begleitet. 

01 – Regionale Verarbeitung

Proteinreiche Pflanzen aus der Region werden so vorbereitet, dass sie sich leichter, effizienter und verlässlich in unterschiedlichen Küchen einsetzen lassen. 

02 – Bündelung und Logistik

Erzeugnisse verschiedener landwirtschaftlicher Betriebe sollen gebündelt und über abgestimmte Bestell-, Lager- und Lieferprozesse verfügbar gemacht werden.

So können auch kleinere regionale Mengen zu einem verlässlichen Angebot für größere Abnehmer zusammengeführt werden. 

03 – Passende Gebinde und Mehrweg

Unterschiedliche Küchen benötigen unterschiedliche Mengen. Deshalb werden praxistaugliche Gebindegrößen und möglichst ressourcenschonende Mehrweglösungen entwickelt. 

04 – Rezepte für die Außer-Haus-Verpflegung

In der Projektküche werden Gerichte und Verarbeitungsformen erprobt, die sich für Kantinen, Großküchen und Gastronomie eignen.

Im Mittelpunkt stehen pflanzliche Alternativen, die eine klimafreundlichere und zugleich ausgewogene Ernährung unterstützen. 

05 - Bildung und Wissenstransfer

Erfahrungen aus Anbau, Verarbeitung, Logistik und Küchenpraxis werden dokumentiert und an Betriebe, Küchen, weitere Projekte und interessierte Menschen weitergegeben. 

Was daraus wachsen soll

WierPro verfolgt das Ziel, aus dem geförderten Projekt ein eigenständiges Verarbeitungs- und Bildungszentrum zu entwickeln.

Damit sollen neue Absatz- und Entwicklungsperspektiven für landwirtschaftliche Betriebe entstehen. Gleichzeitig kann die Proteinwerkstatt regionale Wertschöpfung stärken, sinnvolle Arbeitsstellen schaffen und zur Belebung Wiernsheims beitragen. 

Wissen, das in die Praxis findet

Damit regionale Proteine in der Außer-Haus-Verpflegung ankommen

Regionale Proteinpflanzen werden erst dann dauerhaft genutzt, wenn Produkte, Mengen und Verarbeitung zu den Abläufen professioneller Küchen passen. Deshalb verbindet WierPro die Produktentwicklung eng mit Küchenpraxis, Bildung und Austausch. 

Küchen, Kantinen und Gastronomie

Für die Außer-Haus-Verpflegung müssen regionale Hülsenfrüchte nicht nur verfügbar sein. Sie müssen planbar bestellt, effizient verarbeitet und zuverlässig geliefert werden können.

WierPro möchte gemeinsam mit Küchen erproben, welche Produkte, Gebindegrößen und Rezepturen im Arbeitsalltag funktionieren. Die gewonnenen Erfahrungen können dazu beitragen, pflanzliche Gerichte regelmäßig und nicht nur punktuell in Speisepläne zu integrieren. 

Kinder, Erwachsene und Öffentlichkeit

Kochkurse und Veranstaltungen machen Lust darauf, Hülsenfrüchte neu oder wiederzuentdecken und pflanzliche Alternativen praktisch kennenzulernen.

Feldrundfahrten ermöglichen zusätzlich einen unmittelbaren Blick auf den regionalen Anbau. Beteiligte Höfe zeigen, wo die verschiedenen Kulturen wachsen, welche Standortbedingungen sie benötigen und welche Bedeutung sie angesichts des Klimawandels gewinnen können.

WierPro bringt Lebensmittel, Wissen und Küchenpraxis zusammen – für eine Ernährung, die Menschen und Region langfristig stärkt.

Ein Vorhaben im FoodCircle-Universum

WierPro verbindet Betriebe, Wissen und neue Versorgungswege

Eine tragfähige regionale Versorgung entsteht nicht an einem einzelnen Ort und nicht durch eine Organisation allein. Landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeitung, Logistik, Küchen, Bildungsarbeit, Kommunen, Forschung und Nachfrage müssen zusammenspielen.

WierPro soll dabei zu einem regionalen Knotenpunkt werden: Die Proteinwerkstatt bündelt Erzeugnisse und Bedarfe, bringt Wissen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen und schafft eine Verbindung zwischen landwirtschaftlichem Anbau und der Außer-Haus-Verpflegung.

Dafür werden bestehende Beziehungen gestärkt und neue Verbindungen zu benachbarten Gemeinden, Forschungseinrichtungen, Ernährungsräten, LeguNet, Bio-Musterregionen und weiteren Förderprojekten aufgebaut.

Der Austausch hilft dabei, Erfahrungen zu teilen, funktionierende Ansätze zu übertragen und gemeinsam Lösungen für Verarbeitung, Logistik und regionale Vermarktung weiterzuentwickeln. 

WierPro verbindet

Sechs Rollen greifen ineinander und tragen gemeinsam die regionale Wertschöpfung.

Landwirtschaft & Erzeugung

Landwirtschaftliche Bio-Betriebe bringen Flächen, Anbauerfahrung und Kenntnisse über klimaangepasste Kultur- und Nischenpflanzen ein. 

Bündelung & Logistik

Die Proteinwerkstatt bündelt regionale Erzeugnisse, bereitet sie für die Küchenpraxis vor und entwickelt abgestimmte Lager-, Bestell- und Lieferwege. 

Küchen, Kantinen & Gastronomie

Die Außer-Haus-Verpflegung bringt ihre konkreten Anforderungen an Mengen, Gebinde, Verarbeitung und Rezepturen ein und wird zu einem wichtigen Abnehmer regionaler Produkte. 

Bildung & Vermittlung

Workshops, Kochveranstaltungen und Feldrundfahrten vermitteln Wissen über Anbau, Klimaanpassung, Ernährung und Zubereitung. 

Kommunen, Forschung und Fachnetzwerke

Gemeinden, Forschungseinrichtungen, Ernährungsräte, LeguNet, Bio-Musterregionen und weitere Förderprojekte bringen Wissen, Erfahrungen und Kontakte in die Entwicklung ein. 

Verbraucher und Ortsgemeinschaft

Menschen vor Ort entdecken regionale Proteinpflanzen und neue Gerichte. Veranstaltungen, Arbeitsmöglichkeiten und ein dauerhaftes Bildungszentrum können zugleich das Gemeinschaftsleben und die Attraktivität des Ortes stärken. 

Transparente Einordnung

WierPro wird von der Gemeinde Wiernsheim umgesetzt. Im Rahmen des Projekts soll die Grundlage für ein später selbstständiges Verarbeitungs- und Bildungszentrum geschaffen werden.

FoodCircle stellt das eigenständige Vorhaben als aktuelles Projekt im FoodCircle-Universum vor und macht seine Bedeutung für regionale Ernährung, Landwirtschaft und Wertschöpfung sichtbar. 

Aktuelles aus WierPro-Werkstatt

WierPro wächst Schritt für Schritt

Die Proteinwerkstatt befindet sich im Aufbau. Veranstaltungen, Rezepttests, Workshops, Feldrundfahrten und neue Kooperationen machen sichtbar, wie sich das Projekt bis 2028 weiterentwickelt.

Hier erscheinen künftig Einblicke aus der Projektküche, Termine und Geschichten von Menschen, die entlang der regionalen Wertschöpfungskette mitwirken. 

WierPro direkt verfolgen

Aktuelle Einblicke gibt das Projekt auf Instagram. Der eigene Webauftritt befindet sich derzeit im Aufbau.

WierPro verbindet regionalen Anbau, Küchenpraxis und Ernährungsbildung – und macht Lust auf Hülsenfrüchte aus der Region.
Mit einer Auftaktveranstaltung in Wiernsheim-Iptingen ist WierPro in die praktische Arbeit gestartet. Im Mittelpunkt standen regionale Hülsenfrüchte, neue Produkte und die Frage, wie Landwirtschaft, Verarbeitung und Küchen künftig enger zusammenarbeiten können.

Sandra Schmidt

Bio-Wertschöpfungskettenmanagerin

Kontakt zu WierPro

Fragen, Ideen oder Interesse an einer Zusammenarbeit?

Du möchtest mehr über WierPro erfahren, regionale Erzeugnisse einbringen, als Küche mitwirken oder eine Kooperation anstoßen? Sandra Schmidt begleitet den Aufbau der Wiernsheimer Proteinwerkstatt und vernetzt die beteiligten Akteur:innen entlang der regionalen Wertschöpfungskette.