Aus Praxis gewachsen
Die Wurzeln von FoodCircle
Wie aus Beobachtung eine Bewegung wurde
FoodCircle ist nicht aus einem Konzept entstanden, sondern aus Gesprächen, Erfahrungen und einem gemeinsamen Wunsch – etwas zusammen zu bewegen .
In der Kulturküche, in Schulen und Kitas, auf Märkten, in Bildungsprojekten und beim Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten entstanden Erfahrungen, Beziehungen und gemeinsame Fragen:
- Wie können Lebensmittel aus der Region verlässlicher ihren Weg in Küchen und auf die Teller finden?
- Wie lassen sich Ernährung, Bildung und Gemeinschaft zusammendenken?
- Und was braucht es, damit aus einzelnen guten Ansätzen eine langfristige Veränderung für Karlsruhe und die Region wächst?
FoodCircle verbindet diese Erfahrungen zu einem gemeinsamen Bild.
Die Stimmen aus dem Ursprung
Wir sitzen zusammen in der Kulturküche in Karlsruhe. Ein Blick genügt – und es ist klar: Die Landwirtschaft braucht etwas anderes. Und wir auch.
Sandra erzählt von ihrer Zeit in der Landwirtschaft. Davon, wie alles ineinandergreift – von Mooren bis Weinbau. Und von der Erkenntnis, dass neue Wege nötig sind, damit das, was hier wächst, auch wirklich hier ankommt.
Hossein spricht von Feldern, von Erde, von Energie. Von Kreisläufen, die wir neu aufbauen müssen.
Gleichzeitig erleben wir in der täglichen Arbeit mit Kindern, wie weit Lebensmittel reisen, bevor sie auf dem Teller landen. Und stellen uns die einfache, entscheidende Frage: Wie schaffen wir es, dass das, was hier wächst, auch hier gegessen wird?
Aus dieser Beobachtung wurde eine Bewegung.
Aus einer Idee ein Reallabor.
Aus vielen Stimmen ein Kreis.
Nicht als Gebäude.
Nicht als fertiges Unternehmen.
Sondern als gemeinsames Versprechen:
Ernährung wieder vom Boden her zu denken – für unsere Kinder, für unsere Stadt, für uns alle.
Der Vorbote des FoodCircles
KA.WERT Projekt
KA.WERT fördert den Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten in Karlsruhe. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Bio-Landwirten, Verarbeitern und der Gastronomie zu stärken, um nachhaltige Lebensmittelversorgung zu sichern.
Mehr Bio aus der Region stärken
Ein zentrales Ziel des KA.WERT-Projekts war es, den Anbau von Bio-Gemüse in der Region Karlsruhe zu stärken und gleichzeitig Küchen und Verarbeiter besser mit regionaler Ware zu verbinden. Durch Austausch mit Landwirt*innen, erste Kooperationsansätze und gemeinsame Ideen für praktische Lösungen wurde aufgezeigt, wie regionale Bio-Gemüseproduktion Schritt für Schritt wachsen kann – und wie sie zur zuverlässigen Versorgung beitragen kann.
Bio-Wertschöpfungsketten aufbauen
Eine der zentralen Säulen des KA.WERT-Projekts ist der Aufbau einer regionalen Bio-Wertschöpfungskette. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Bio-Gemüse, Kartoffeln und Leguminosen in der Region Karlsruhe stärker angebaut, verarbeitet und in Küchen genutzt werden können. Durch Austausch, Vernetzung und erste gemeinsame Lösungsansätze wurde der Grundstein dafür gelegt, regionale Bio-Lebensmittel Schritt für Schritt verlässlicher verfügbar zu machen.
Hülsenfrüchte in der Region anbauen
Ein weiterer Schwerpunkt des KA.WERT-Projekts war die Frage, wie Bohnen, Linsen & Co. wieder stärker in der Region Karlsruhe angebaut und genutzt werden können. Hülsenfrüchte sind wertvoll für Boden, Klima und Küche – und bieten große Chancen für eine vielfältigere regionale Landwirtschaft. Im Projekt wurden erste Ansätze entwickelt, um Anbau, Verarbeitung und Einsatz in der Gemeinschaftsverpflegung gemeinsam voranzubringen.
EIN NÄHRBODEN FÜR FOODCIRCLE
KA.WERT legte den Grundstein für neue Verbindungen
Mit KA.WERT wurde sichtbar, wie viel Wissen, Engagement und Veränderungsbereitschaft in Karlsruhe und der Region bereits vorhanden sind – und wie entscheidend es ist, die Beteiligten entlang der gesamten Lebensmittelkette miteinander zu verbinden.
Landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeitung, Handel, Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie und weitere regionale Akteur:innen kamen miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie regionale Bio-Wertschöpfungsketten für Gemüse, Kartoffeln und insbesondere Hülsenfrüchte aufgebaut und gestärkt werden können.
Dabei entstanden nicht nur fachliche Erkenntnisse. Es entstanden Kontakte, Vertrauen und ein wachsendes Verständnis dafür, dass regionale Ernährungstransformation nur gemeinsam gelingen kann. Diese Erfahrung wurde zu einer wichtigen Grundlage für FoodCircle.
Wo aus Vernetzung persönliche Begegnung wurde
Mit der BioRegio Karlsruhe wurde die Vernetzungsarbeit rund um KA.WERT als Messe und Forum sichtbar. Menschen aus Erzeugung, Verarbeitung, Handel, Küchen, Gastronomie, Initiativen und Forschung kamen zusammen, präsentierten regionale Produkte und knüpften neue Verbindungen entlang der Wertschöpfungskette.
Wertvolle Erfahrungen & Impulse
Projekte und Resonanzräume, aus denen FoodCircle gewachsen ist
Tischlein Deck Dich e.V.
Ein Verein für gerechtes und gutes Schulessen. Tischlein Deck Dich verbindet Ernährungsbildung, Praxis und politische Arbeit – mit der Vision, dass jedes Kind gesund und mit Freude essen kann.Vitale Lunchbox gGmbH
Kinderkoch-mobil (KiKoMo)
Kulturküche Karlsruhe
räume Karlsruhe
Veränderung beginnt dort, wo Menschen gemeinsam handeln
Regionale Wertschöpfung gelingt nicht durch einzelne Akteur:innen. Sie wächst aus Beziehungen, gemeinsamen Erfahrungen und dem Mut, neue Wege praktisch zu erproben.
Mit der Zeit wurde sichtbar, dass all diese Erfahrungen zusammengehören. FoodCircle entstand aus dem Wunsch, die vorhandenen Verbindungen zu stärken, sichtbar zu machen und Raum für neue Zusammenarbeit zu öffnen.
Aus vielen eigenständigen Beiträgen entstand eine gemeinsame Richtung.
Die Wurzeln wirken weiter
Aus gelebter Praxis wächst neue Zusammenarbeit
Die Erfahrungen, Beziehungen und gemeinsamen Fragen aus diesen Projekten und Initiativen bilden bis heute den Boden für neue Verbindungen und Vorhaben in Karlsruhe und der Region.