Abgeschlossenes Förderprojekt 2022-2025
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KA.WERT – Bio-Wertschöpfungsketten für Karlsruhe und die Region

KA.WERT vernetzte Bio-Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Außer-Haus-Verpflegung, um regionale Wertschöpfungsketten für Gemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchte auf- und auszubauen.

Die Fakten zum Projekt

Laufzeit

01.10.2022 bis 25.10.2025

Ort

Karlsruhe und Umgebung

Projektakteur

Lobin Karlsruhe e.V.

Status

abgeschlossenes Förderprojekt und wichtige Grundlage von FoodCircle

Die Zusammenfassung des Projektes

Regionale Bio-Produkte brauchen verlässliche Verbindungen​

Das Projekt KA.WERT (KArlsruher WERTschöpfungskette) war ein war ein von 2022 bis 2025 im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) gefördertes Projekt.

Das Projekte sollte die Zusammenarbeit zwischen Bio-Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Außer-Haus-Verpflegung in Karlsruhe und der Region stärken. Im Mittelpunkt standen der Ausbau bestehender Wertschöpfungsketten für Gemüse und Kartoffeln sowie der Aufbau einer neuen regionalen Wertschöpfungskette für Hülsenfrüchte.

Ziel war es die Verfügbarkeit und den Einsatz regionaler Bio-Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie in Karlsruhe zu steigern. Dabei geht es nicht nur um die Förderung ökologischer Landwirtschaft, sondern um eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von regionalen Erzeugern über die Verarbeitung bis hin zur Küche. 

Die Ausgangslage

FoodCircle - Kopfsalat im Korb

Warum Bio-Wertschöpfungsketten wichtig sind?

Eine Bio-Wertschöpfungskette umfasst alle Schritte vom Anbau und der Verarbeitung bis hin zur Lieferung und Vermarktung und Einsatz in der Küche von biologischen Lebensmitteln – im Einklang mit den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft und einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.

Damit regionale Bio-Produkte regelmäßig in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung genutzt werden können, müssen diese einzelnen Stufen gut zusammenspielen. Es braucht passende Produktqualitäten, verlässliche Mengen, geeignete Verarbeitungsmöglichkeiten und abgestimmte Lieferwege.

Regionale Bio-Produkte besser verfügbar machen

Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Küchen stimmen ihre Möglichkeiten und Bedarfe aufeinander ab. So können regionale Produkte verlässlicher angeboten und eingesetzt werden.

Zusammenarbeit und Planungssicherheit stärken

Direkter Austausch schafft ein besseres Verständnis dafür, welche Mengen, Qualitäten und Verarbeitungsformen benötigt werden – und unter welchen Bedingungen Betriebe diese bereitstellen können.

Wertschöpfung in der Region halten

Wenn Anbau, Verarbeitung und Vermarktung stärker regional organisiert sind, bleiben mehr Arbeitsschritte und wirtschaftliche Beziehungen in Karlsruhe und der umliegenden Region.

KA.WERT setzte deshalb nicht allein beim landwirtschaftlichen Anbau an. Das Projekt betrachtete die gesamte Kette und brachte die beteiligten Akteur miteinander ins Gespräch, um bestehende Lücken sichtbar zu machen und gemeinsam konkrete Ziele und Maßnahmen bzw. tragfähige Lösungen für die Region zu entwickeln. 

Was KA.WERT erreichen sollte

Ziele des KA.WERT-Projektes

Sichtbarkeit und Vernetzung

KA.WERT vernetzt Landwirte, Verarbeiter, Händler und Gastronomen, um eine effiziente, transparente und zukunftsorientierte Zusammenarbeit im Bereich nachhaltige Ernährung in Karlsruhe zu schaffen.

Regionales Wirtschaften

Die Wertschöpfung soll in der Region bleiben, durch kurze Transportwege und direkte Kooperationen die Umwelt entlasten und eine nachhaltige Wirtschaft stärken.

Erhöhung des Anteils an Bio-Produkten

KA.WERT zielt darauf ab, den Anteil an regionalem Bio-Gemüse und Hülsenfrüchten in Karlsruher Küchen deutlich zu erhöhen und lokale Landwirte zu fördern.

So arbeitete KA.WERT

Projektmaßnahmen

Anbau und Ernte in der Region fördern

Der Fokus liegt auf robusten, regional angepassten Bio-Kulturen wie Kartoffeln, Bohnen und Linsen. So können Landwirte gezielt die Nachfrage der regionalen Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie bedienen.

Um die frischen Bio-Produkte möglichst effizient zu den Konsumenten zu bringen, werden neue Strukturen für die Verarbeitung und den Transport entwickelt und gefördert.

KA.WERT setzt auf einen aktiven Austausch zwischen Landwirten, Verarbeitern und Gastronomen, um Wissen und Erfahrungen zur regionalen Bio-Landwirtschaft und zu nachhaltigen Versorgungskonzepten zu teilen. Durch regelmäßige Netzwerktreffen und Dialogforen wird eine Plattform geschaffen, auf der Best Practices, regionale Anbaumöglichkeiten und innovative Verarbeitungsmethoden im Fokus stehen. Schulungen und spezifische Fachtrainings sind für eine spätere Phase im Rahmen der FoodCircle Akademie geplant.

Das Projekt legt großen Wert auf eine transparente und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren der Wertschöpfungskette.

Sandra Schmidt - Agrarbiologin und Mitgründerin von FoodCircle Karlsruhe

Sandra Schmidt - Wertschöpfungsketten-Managerin

Von Oktober 2022 bis zum Abschluss des Projekts begleitete Sandra Schmidt den Auf- und Ausbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten in Karlsruhe und der Region. Als Wertschöpfungskettenmanagerin brachte sie landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeitung, Handel sowie Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung miteinander ins Gespräch.

Dabei bündelte sie Bedarfe und Erfahrungen, machte bestehende Lücken entlang der Wertschöpfungsketten sichtbar und unterstützte die Beteiligten dabei, gemeinsam tragfähige Lösungswege zu entwickeln. Ihre mehrjährige Erfahrung aus dem Lebensmittelhandel brachte sie gezielt in die Vernetzungs- und Projektarbeit ein. 

Erkenntnisse aus dem Projekt

Was regionale Bio-Wertschöpfung in der Praxis braucht

KA.WERT hat deutlich gemacht: Regionale Bio-Produkte gelangen nicht allein durch ein gutes Angebot oder eine steigende Nachfrage in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Entscheidend ist, dass die einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette aufeinander abgestimmt sind und für alle Beteiligten verlässlich funktionieren. 

Die Erfahrungen aus KA.WERT wirken über die Projektlaufzeit hinaus. Aktuelle Vorhaben wie WierPro greifen zentrale Fragen rund um regionale Hülsenfrüchte, Verarbeitung, Wissenstransfer und Gemeinschaftsverpflegung auf und entwickeln sie unter neuen Rahmenbedingungen weiter. 

01 – Küchenbedarfe müssen früh berücksichtigt werden

Landwirtschaftliche Betriebe benötigen Planungssicherheit. Küchen wiederum brauchen verlässliche Mengen, geeignete Qualitäten, kalkulierbare Preise und feste Lieferzeiten. Tragfähige Wertschöpfungsketten entstehen deshalb dort, wo Angebot und Nachfrage frühzeitig miteinander abgestimmt werden. 

02 – Verarbeitung ist ein entscheidendes Bindeglied

Viele regionale Produkte können in größeren Küchen nur eingesetzt werden, wenn sie gewaschen, sortiert, geschält, geschnitten oder anderweitig vorbereitet verfügbar sind. Zwischen landwirtschaftlichem Anbau und Küchenpraxis braucht es daher passende Verarbeitungsmöglichkeiten. 

03 – Kleine Mengen brauchen Bündelung und Logistik

Dass Produkte in der Region angebaut werden, bedeutet noch nicht, dass sie wirtschaftlich und verlässlich ausgeliefert werden können. Besonders kleinere Betriebe und Produktmengen benötigen Lösungen für Sammlung, Lagerung, Aufbereitung und gemeinsame Lieferwege. 

04 – Neue Kulturen brauchen eine vollständige Kette

Gerade bei regionalen Hülsenfrüchten reicht es nicht aus, allein den Anbau zu fördern. Sortenwahl, Ernte, Reinigung, Lagerung, Verarbeitung, Vermarktung und die spätere Nutzung müssen gemeinsam betrachtet und entwickelt werden. 

05 - Zusammenarbeit braucht Koordination und Vertrauen

Wertschöpfungsketten entstehen nicht von selbst. Persönlicher Austausch, gegenseitiges Verständnis und eine kontinuierliche Begleitung helfen dabei, unterschiedliche Anforderungen sichtbar zu machen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. 

Die Projektlaufzeit ist beendet. Die Verbindungen leben weiter

Die Vernetzungsarbeit von KA.WERT wirkt über das Projektende hinaus. Entstandene Kontakte, gemeinsame Erfahrungen und neue Formen der Zusammenarbeit tragen bis heute zu einer lebendigen regionalen Ernährungslandschaft bei. 

Logo Bauernmarkt Karlsruhe

Bauernmarkt Karlsruhe

Der Bauernmarkt ist unmittelbar aus der Vernetzungsarbeit von KA.WERT hervorgegangen. Einmal im Monat bringt er regionale Erzeuger und Menschen aus Karlsruhe auf dem Alten Schlachthof zusammen – mit guter Resonanz und einem wachsenden Interesse an regionalen Produkten. 

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WierPro – die Proteinwerkstatt

Mit intensiver, individueller Begleitung – direkt in Ihrem Betrieb oder in unserer professionellen Trainingsküche – helfen wir, den Wandel hin zu mehr regionalem Bio-Gemüse und nachhaltigen Arbeitsweisen auch praktisch umzusetzen.